Dreadpflege
Dreads sind einfach nur Haare, die ganz normal weiter wachsen.
Da in den meisten Fällen dieses frisch gewachsene Haar nicht automatisch verfilzt, braucht es ein wenig Ansatzpflege, um die Dreads in dem Zustand zu halten, den man gern hätte. Diese kann man selbst machen oder auch durch Dreader*innen wie mich machen lassen.
Es gibt zwei grobe Möglichkeiten.
Durchziehmethode
Auf dem ersten Bild seht ihr die Erste.
Dabei werden die Ansätze der Locks mit dem Finger geteilt und der Dread durch das entstandene Loch gezogen. Wichtig ist, den Ansatz eher zum Rand hin zu teilen und immer von verschiedenen Richtungen aus durchzuziehen. So entsteht eine Art Flechtmuster, dass sich über die Zeit verfilzt.
Diese Methode empfehle ich persönlich nur in wenigen Fällen, da sie einige Nachteile hat.
Zum einen werden die Dreads eher geflochten und damit in einer Position in Ordnung gehalten und können so nur schwer filzen. Zum anderen spalten sich deine Dreads so unter Umständen an den Stellen, durch die hauptsächlich durchgezogen wird.
Tight´n´roots
Die zweite Möglichkeit ist "tight´n´roots", oder auch "tnr" oder Rubbelmethode. Sie ist mein Favorit.
Dabei wird der Dread an der letzten festen Stelle zwischen zwei Finger genommen, man drückt den losen Ansatz leicht an den Kopf und fängt an kreisend die Haare zwischen Hand und Kopfhaut zu reiben. Dabei entsteht neuer Filz, den man, wenn man möchte, auch gleich noch festhäkeln kann.
Der Dreadansatz gewinnt damit an Volumen und wird nicht dünner. Auch sieht das Gerubbelte gleich sehr nach Dread aus.
Am besten funktioniert die Technik, wenn die Haare nicht ganz frisch gewaschen aber auch noch nicht fettig sind.
Gern zeige ich euch beide Methoden, wenn ihr bei mir seid.